EDEL EXTRA e.V.

Vernissage: FREITAG, 24. JULI , 19 Uhr
24. JULI – 2o. NOVEMBER 2026
in der Modulgalerie Maximilianstrasse Nürnberg
 

Alicia Brunner, Annett Stenzel, Christine Meiler, Julia Savchenko, Kathrin Inzenhofer, Luise Sebök, Quinn Maier

 
 

In den 48 Schließfächern der Modulgalerie geben die aktiven Mitglieder von Edel Extra e.V. Einblicke in das Vereinsleben und präsentieren gleichzeitig ihr eigenes künstlerisches Schaffen.

Edel Extra e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung ästhetischer Prozesse. In seinem Ausstellungsraum in Gostenhof bietet der Verein lokalen und internationalen Künstler*innen, Initiativen und Institutionen die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren sowie Ausstellungen, Performances und Lesungen zu realisieren.

Mit Klang, Bild, Film, Animation, Skulptur und Text zeigen diesmal die Kurator*innen selbst die Vielfalt ihrer künstlerischen Positionen und Schwerpunkte.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit Euch!


Team der Modulgalerie: Kasia Prusik-Lutz und Olaf Prusik-Lutz

in Kooperation mit Edel Extra e.V.

Alicia Brunner

Alicia Brunner arbeitet an der Schnittstelle von organischen und generierten Inhalten. Die Arbeiten entstehen aus Fotos, 3D-Renderings und Realfilmaufnahmen. Dabei werden sie mit Texturen und strukturierten Elementen kombiniert.

Sie studierte im Bachelor Design an der TH Nürnberg. Sie spezialisierte sich dabei auf CGI, Visuals und installativen Arbeiten.
Nun studiert sie im neuen TH Master Design for Digitals Futures mit einem Fokus auf AI und Computer Science.

Quinn Maier
Seit über 13 Jahren begleitet die Fotografie mein Leben. Als ich mit 17 Jahren begann, autodidaktisch mehr über Fotografie zu lernen, war meine Intention die gleiche wie noch heute: Ich möchte Emotionen zum Ausdruck bringen und dabei den Betrachter visuell in den Bann ziehen. Ich möchte eine universelle Sprache finden, um die Welt meines inneren Erlebens sichtbar zu machen.
Durch experimentelle Prozesse entstanden über die letzten Jahre hinweg Musikstücke, in denen ich Poesie und Klang miteinander verband und diese schließlich in Kurzfilmen um die visuelle Ebene ergänzte. So versuchte ich, mich an Erinnerungen und Persönlichkeitsanteile heranzutasten und diese künstlerisch zu verkörperlichen, um sie greifbar und real werden zu lassen.
Meinen Arbeiten wohnt zum einen eine kommunikative Qualität inne, zum anderen eine durch Visualisierung ordnende. Vulnerabilität ist in meiner Arbeit sehr wichtig. Gleichzeitig möchte ich ein ästhetisch ansprechendes Erlebnis schaffen – Werke, bei denen man gerne verweilt und sich, inspiriert durch das Dargestellte, den eigenen Gedanken und Gefühlen öffnet.

Annett Stenzel
Die Musikflmkünstlerin studierte Film an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg, Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, sowie an 7 weiteren renommierten Universitäten in Europa. Ihre Arbeiten waren in internationalen Ausstellungen in Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Korea, Polen und den USA vertreten. Filme wurden auf Filmfestivals unter anderen in Italien, Spanien, Portugal und Kanada gezeigt. 2021 erhielt sie den Preis für den besten Dokumentarflm des Cine Fern, 2022 den Preis für den besten Experimentalflm beim Global Frame Film Festival für den experimentellen Dokumentarflm Ladyjerks über das gleichnamige Frauenbandkollektiv in Kopenhagen, Dänemark. 2024 erhielt ihr künstlerischer Experimental-Musik- Langspielflm Silence Song mehrere Auszeichnungen, unter anderem Preise für Beste Regie und Bester Internationaler Spielflm beim KIFF in Chennai, Indien. Darüberhinaus ist sie 2024 Preisträgerin des Bayrischen Preis Entrepreneurship für eine Gründung fördernde Lehre. Seit 2023 unterrichtet sie an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.

kurzes STATEMENT Farbe fungiert für sie als Bühne für gesellschaftliche und politische Dynamiken – als Mittel der Inszenierung, Verdichtung und Verschiebung von Bedeutungen – im Spannungsfeld von Musikfilm, Fotografie und Malerei. Sie arbeitet als Filmkünstlerin an der Schnittstelle von experimentellem Spiel-, Dokumentar- und Musikfilm. In ihren Arbeiten untersucht sie aus weiblicher Perspektive gesellschaftliche Beziehungen, Machtstrukturen und tradierte Bildordnungen.

Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen filmischer Narration, performativen Momenten und bildkünstlerischer Reflexion und befragen die Konstruktion von Blicken, Rollenbildern und kulturellen Symbolsystemen. In den erweiterten malerischen Abstraktionen untersucht sie, welche Machtverhälltnisse sich in Bildern manifestieren: Auch Farben können dominieren oder zurücktreten, sich durchsetzen oder verdrängt werden – ähnlich wie soziale Gruppen innerhalb gesellschaftlicher Strukturen.

Christine Meiler

Christine Meiler arbeitet im Bereich Motion Design, Animation und Videokunst. Nach zwölf Jahren in London lebt und arbeitet sie seit 2024 wieder in ihrer Heimatstadt Nürnberg.

Ausgehend von Illustration entwickelt sie überwiegend Animationen und bewegte Bildwelten, die erzählerische und konzeptionelle Ansätze miteinander verbinden. Im Mittelpunkt ihrer persönlichen Arbeiten steht der Wunsch, Geschichten visuell zu erzählen und Denkanstöße zu geben. Inspiration findet sie dabei in Philosophie, Literatur, Geschichte sowie Kunst und Film. Nachdenkliche Themen verbindet sie dabei häufig mit einer humorvollen Bildsprache oder einem Augenzwinkern.

In ihrer visuellen Sprache kombiniert sie Illustration mit Vintage-Bildmaterial, Fotografien, Strukturen, Mustern, Cut-outs und Mixed-Media-Elementen. Sie bewegt sich bewusst an der Schnittstelle von künstlerischer Arbeit und Technik und experimentiert gerne mit neuen Werkzeugen, Arbeitsweisen und visuellen Ausdrucksformen.

Luise Sebök
Die Künsterin Luise Sébök studiert Typografie, Videografie/Sounddesign und 3D – Design an der Technischen Hochschule in Nürnberg. Seit einigen Jahren und Mitgliedschaft ist sie 2026 Teil des EdelExtra Vorstandes und organisiert mit ihren Kolleg*innen Ausstellungen auf nationaler und internationaler Ebene. Seit 2024 ist sie zweifache Trägerin des Deutschlandstipendiums für herausragende studentische Leistungen und soziales Engagement in Nürnberg.
Ihre Werke zeichnen sich vor allem durch gemischte Medien aus, die verschiedene Gefühlszustände widerspiegeln, wie beispielsweise die zeitlosen Mäander und Muster von Wasserlandschaften aus ihrer Solo – Ausstellung „Le temps qui reste“ 2024. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen der Faszination von Fauna & Flora weltweit und der zeitlosen Weiblichkeit in feministischen Werken, verbunden mit ihrer großen Leidenschaft zu erschaffen und zu erforschen – sei es durch Illustration und Malerei, Fotografie oder audiovisuelle Kreationen.

Kathrin Inzenhofer
Kathrin Inzenhofer ist Chemikerin und arbeitet in Zwischenbereichen — wo Natur, Wissenschaft, verschwindende Techniken und gestalterischer Ausdruck aufeinandertreffen. Ihre Stücke sind Experimente am Übergang: dort, wo das eine aufhört zu sein, was es war, und noch nicht ist, was es wird.

Experiment. Alchemie. Transformation?
Keine Disziplin, sondern eine Frage: Was treibt den Übergang und was bleibt zurück?

Julia Savchenko
Julia Savchenko hat Architektur im Master an der TH Nürnberg studiert und betreibt literarischen Untertagebau. Sie arbeitet mit verschiedenen Medien wie Text, Grafik und Zeichnung – stets in einer Gegenwelt, die den Negativraum des Sichtbaren kartiert.

Seit 2025 hat sie auf verschiedenen Veranstaltungen gelesen, unter anderem beim Droste Festival in Münster und in Kooperation mit anderen Künstler:innen bei lyrischen Rundgängen im Kunsthaus Nürnberg, und wurde im Signaturen Magazin veröffentlicht. Seit 2026 ist sie Teil des Edel Extra Vorstandes und war Finalistin beim fränkischen Preis für junge Literatur. 2019 erschien ihr erster Gedichtband “Widerstände”; aktuell arbeitet sie an einem weiteren.